Der finanzielle Fahrplan für dein Kind – von der Geburt bis zum Berufsstart
- Sven's Welt

- 30. Juni
- 3 Min. Lesezeit
Was braucht ein Kind wirklich? Welche Versicherungen sind sinnvoll? Wann sollte man mit dem Vermögensaufbau beginnen? Und welche Entscheidungen können noch warten?
Als Jan und Paul geboren wurden, standen wir plötzlich vor unzähligen Fragen. Neben Windeln, Kinderwagen und schlaflosen Nächten kamen auch finanzielle Themen auf uns zu. Freunde, Familie, Banken und Versicherungen hatten die unterschiedlichsten Empfehlungen.
Doch schnell wurde mir klar: Es geht nicht darum, möglichst viele Produkte abzuschließen. Es geht darum, einen durchdachten Plan zu haben.
Genau diesen Plan möchte ich dir in diesem Artikel vorstellen.
Das Drei-Säulen-Modell
Für mich besteht die finanzielle Zukunft eines Kindes aus drei Bereichen:
1. Absicherung
Zunächst geht es darum, existenzielle Risiken abzusichern.
Denn ein Vermögensaufbau bringt wenig, wenn ein schwerer Schicksalsschlag die Familie finanziell belastet.
Dazu gehören unter anderem:
Krankenversicherung (gesetzlich/privat/Zusatzversicherung)
Privathaftpflicht
Unfallversicherung
später gegebenenfalls eine Berufsunfähigkeitsversicherung
Dabei gilt für mich ein einfacher Grundsatz:
Versichert werden sollten Risiken, die man finanziell nicht selbst tragen kann.
2. Vermögensaufbau
Ist die Grundabsicherung vorhanden, beginnt der langfristige Vermögensaufbau.
Dabei geht es nicht darum, dass das Kind mit 18 Jahren reich ist.
Es geht darum, ihm Möglichkeiten zu schaffen.
Vielleicht für
den Führerschein
das Studium
die erste Wohnung
ein Auslandsjahr
oder den Start ins Berufsleben.
Je früher begonnen wird, desto stärker kann der Zinseszinseffekt wirken.
3. Langfristige Vorsorge
Der dritte Bereich beginnt meist erst im Jugend- oder Erwachsenenalter.
Hier stehen Themen wie
Altersvorsorge
Berufsunfähigkeit
langfristiger Vermögensaufbau
im Mittelpunkt.
Viele dieser Entscheidungen lassen sich später deutlich günstiger treffen, wenn sie frühzeitig geplant werden.
Phase 1: Geburt bis 6 Jahre
In den ersten Lebensjahren legen Eltern die Grundlage.
Wichtige Fragen sind:
Ist unser Kind richtig krankenversichert?
Ist es über unsere Haftpflicht abgesichert?
Macht eine Unfallversicherung bereits Sinn?
Möchten wir bereits Vermögen aufbauen?
Für uns lautet die Antwort ganz klar:
Ja.
Denn Zeit ist beim Investieren einer der größten Vorteile.
Phase 2: 7 bis 17 Jahre
Jetzt verändert sich der Fokus.
Das Kind wird selbstständiger.
Jetzt können Themen hinzukommen wie:
Taschengeld
eigenes Girokonto
Finanzbildung
Umgang mit Geld
Sparen lernen
Gleichzeitig wächst das Vermögen weiter.
Die Eltern müssen nicht ständig große Beträge investieren.
Regelmäßigkeit ist wichtiger als Perfektion.
Phase 3: Ab 18 Jahren
Mit der Volljährigkeit beginnt ein neuer Lebensabschnitt.
Jetzt übernehmen die jungen Erwachsenen Schritt für Schritt selbst Verantwortung.
Dazu gehören unter anderem:
eigenes Girokonto
eigene Versicherungen
Berufsunfähigkeitsversicherung
Altersvorsorge
erste Steuererklärung
eigenes Depot
Das Ziel ist nicht, alles sofort perfekt zu machen.
Das Ziel ist, gute Entscheidungen treffen zu können.
So machen wir es bei Jan und Paul
Natürlich gibt es viele Wege.
Das ist unser persönlicher.
Unsere Strategie
Girokonto für Geldgeschenke sowie Zins- und Ausschüttungserträge
25 € monatlich in einen weltweit gestreuten ETF
25 € monatlich in einen ausschüttenden ETF
25 € monatlich in eine ETF-basierte Rentenversicherung
private Unfallversicherung
Gesamt investieren wir aktuell 82 € pro Kind und Monat.
Warum wir mehrere Bausteine nutzen?
Ganz einfach:
Die ETF-Sparpläne bleiben jederzeit flexibel. Sollte später Geld für den Führerschein, das Studium oder die erste Wohnung benötigt werden, können wir darauf zugreifen.
Die ETF-Rentenversicherung verfolgen wir dagegen mit einem sehr langfristigen Ziel. Sie hilft uns dabei, konsequent investiert zu bleiben und einen disziplinierten Vermögensaufbau umzusetzen.
So verbinden wir Flexibilität mit langfristiger Planung.
Fragen, die sich jede Familie stellen sollte
Es gibt keine perfekte Lösung.
Aber es gibt gute Fragen.
Welche Chancen möchten wir unserem Kind später ermöglichen?
Wie viel können wir dauerhaft jeden Monat sparen?
Welche Risiken könnten unsere Familie finanziell überfordern?
Soll das Geld jederzeit verfügbar sein oder langfristig gebunden werden?
Was möchten wir unserem Kind neben Geld noch mitgeben?
Vermitteln wir unserem Kind auch den richtigen Umgang mit Geld?
Haben wir unsere Entscheidungen bewusst getroffen – oder einfach übernommen?
Alle Familien werden diese Fragen unterschiedlich beantworten.
Und genau das ist völlig in Ordnung.
Mein Fazit
Der wichtigste Schritt ist nicht das perfekte Produkt.
Der wichtigste Schritt ist, überhaupt anzufangen!!!
Schon kleine monatliche Beträge können über viele Jahre eine erstaunliche Wirkung entfalten.
Gleichzeitig sollte der Vermögensaufbau immer zu den eigenen finanziellen Möglichkeiten passen. Niemand muss sich übernehmen, um seinem Kind später Chancen zu ermöglichen.
Für unsere Familie bedeutet finanzielle Planung vor allem eines:
Jan und Paul sollen später möglichst viele Möglichkeiten haben, ihren eigenen Weg zu gehen.
💚 Svens Welt – Unsere Empfehlung
Dieser Artikel zeigt unseren persönlichen Weg und soll dir Anregungen für deine eigene Planung geben. Er ersetzt keine individuelle Finanz- oder Versicherungsberatung. Jede Familie hat andere Ziele, Wünsche und finanzielle Möglichkeiten.




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