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Papas Tagebuch

Aktualisiert: 14. Juni

Was soll ich sagen? Wie soll ich es sagen? Warum soll ich etwas sagen?


Manche Fragen sollte man sich nicht stellen oder vielleicht erst stellen, wenn man gerade die Antwort dazu kennengelernt hat.


Und siehe da, es ist einfacher als man denkt.


Das Schöne an der Sache, ist die Tatsache, dass ich eher mürrisch und wortkarg bin. Aber doch unsere Jungs mir da mehr aus der Nase kitzeln können, als ich es gedacht hätte.


Gerade in den letzten Tagen ist mir sehr stark aufgefallen, wie ausgesprochen ich es doch vermisse Blogbeiträge zuschreiben oder in Instagram Storys zu zeigen. Das kleine Tor zur großen Welt steht gerade weit entfernt von mir. Arbeiten von 8 bis 17.30 Uhr, mit dem Rad heimfahren, schnell noch ein paar Minuten mit den Kindern verbringen, noch etwas Essen und dann gehts wieder ab ins Bett. Jammern? Nein! Tatsache. Vielen von euch wird dieser Alltag sehr bekannt vorkommen. Ein ganz trivialer Tag, ohne Aktion, Aufregung oder irgendetwas Spannendem.


Solange, bis ich nach Hause komme. Dann leuchten mir vier große Augen entgegen. Die Augen laden ein mit Ihrem Strahlen etwas zu kuscheln, zu reden, zu lachen. Die Anspannung vom vergangenen Tag rückt nun in weite Ferne. Ich freue mich, bin erleichtert, vielleicht sogar noch mehr kindischer als sonst. Da vergesse ich dann auch mal schnell dieses kleine Tor zur Welt. Leider ist das gerade der Standard für mein Social-Media. Nichts zu teilen mit anderen. Nicht da zu sein für andere. Jetzt beginnt schnell die Lebensphase, da geht es um die Familie, die Kinder, ums gemeinsam begehen. Diese Zeit ist für mich wichtiger, intensiver und bewusster denn je. Gerade jetzt klären sich einige Fragen aus der Kindheit. Gewollt oder ungewollt muss man sich jetzt Antworten stellen, die man nie erwartet hätte. Gleichzeitig darf man nicht in "altes" Denken verfallen, sondern muss die eigenen Kinder auf Ihre Kindheit, Ihren Weg und Lebenstag begleiten. Es ist nicht schön, solch eine Erfahrung zu machen? Zu oft geht mir aktuelle diese Frage durch den Kopf. Auch wenn ich nichts sage, merkt man es mir doch an, dass es arbeitet. Die Antwort darauf ist für mich mehr als klar. Ich freue mich riesig auf unsere Jungs. Ich freue mich, da sein zu können. Es macht mich stolz und treibt ein Denkprozess voran, den ich von mir nie erwartet hätte. Die leuchtenden Augen, die kleinen Hände und Füße ermutigen mich jeden Tag aufs neue.


Ich nehme mir diese Zeit und genieße, will nicht zu kritisch oder zu penibel sein. In vielleicht ein paar Jahren schaue ich zurück und kann mit Zufriedenheit sagen, dass ich diese Zeit erleben durfte, und Sie war gut!


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