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Mein Ausgleich als Zwillingspapa: Warum die Orgel mich seit meiner Kindheit begleitet


Zwischen Familienalltag, Beruf, Finanzthemen und zwei energiegeladenen Zwillingsjungs bleibt oft wenig Zeit für sich selbst. Umso wichtiger ist ein Ort, an dem man zur Ruhe kommen kann.


Für mich ist dieser Ort seit vielen Jahren die Kirchenorgel.


Sven, wie bist du eigentlich zur Orgel gekommen?


Eigentlich ziemlich früh. Ich habe bereits mit sechs Jahren angefangen Orgel zu spielen. Schon als Kind hat mich dieses Instrument fasziniert.


Während andere Kinder vielleicht von großen Baggern oder Feuerwehrautos begeistert waren, konnte ich stundenlang vor einer Orgel sitzen und zuhören.


Die vielen Register, die unterschiedlichen Klangfarben und die gewaltige Wirkung eines einzelnen Instruments haben mich schon damals beeindruckt.


Was begeistert dich heute noch an der Orgel?


Dass sie nie langweilig wird.


Eine Orgel kann sanft und leise klingen, aber auch den ganzen Kirchenraum füllen. Man entdeckt immer wieder neue Möglichkeiten.


Bis heute fasziniert mich, dass man mit einem einzigen Instrument praktisch ein ganzes Orchester nachbilden kann.


Genau diese Vielfalt macht für mich den Reiz aus.


Du bist heute Zwillingspapa. Welche Rolle spielt die Musik in deinem Alltag?


Eine sehr wichtige.


Unser Alltag ist oft turbulent. Zwei kleine Jungs bringen viel Leben, Freude und manchmal auch ordentlich Chaos mit sich.


Die Zeit an der Orgel ist für mich deshalb ein Ausgleich geworden. Dort kann ich mich konzentrieren, abschalten und neue Energie tanken.


Es ist einer der wenigen Momente, in denen ich komplett im Hier und Jetzt bin.


Spielst du nur klassische Kirchenmusik?


Nein, überhaupt nicht.


Natürlich gehören Choräle und klassische Kirchenmusik dazu.


Besonders viel Freude macht es mir aber, bekannte Melodien oder moderne Stücke auf der Orgel zu spielen.


Oft merke ich nach dem Gottesdienst, dass genau diese Musik die Menschen berührt oder ihnen ein Lächeln ins Gesicht zaubert.


Das sind schöne Momente.


Was bedeutet die Orgel heute für dich?


Sie erinnert mich daran, dass man sich seine Leidenschaften bewahren sollte.


Zwischen Verantwortung, Familie und Arbeit geht das manchmal verloren.


Für mich ist die Orgel ein Stück Heimat, ein Ort der Ruhe und eine Verbindung zwischen Vergangenheit und Gegenwart.


Als kleiner Junge begann alles mit Neugier.


Heute ist daraus ein Hobby geworden, das mich seit Jahrzehnten begleitet.


Und jedes Mal, wenn ich an der Orgel sitze, bin ich dankbar, dass ich diesen Weg damals begonnen habe.


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