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Mehr als 60.000 Euro Verlust durch Kryptowährungen? Ja, auch das gehört mittlerweile zu meinen Erfahrungen.

Rückblickend begann alles vermutlich Ende 2021 beziehungsweise Anfang 2022.Damals war ich — wie viele andere auch — auf der Suche nach neuen Anlagemöglichkeiten und interessierte mich zunehmend für Kryptowährungen.

Irgendwann stieß ich auf ein Angebot für eine digitale Vermögensverwaltung im Bereich Kryptowährungen.Die Plattform wirkte professionell aufgebaut, modern und auf den ersten Blick vertrauenswürdig.

Also meldete ich mich an.

Einige Tage später folgte die Online-Legitimation und kurz darauf begannen bereits die ersten „Investments“.Anfangs wurde noch für mich gehandelt.Später sollte ich selbst aktiv werden.

Erst gelegentlich.Dann mehrmals pro Woche.Und irgendwann fast täglich.

Rückblickend war das ein enormer mentaler Druck.Man beschäftigt sich plötzlich ständig mit Kursen, Transaktionen und Entscheidungen.Das Thema Geld übernimmt immer mehr Raum im Alltag.


Der Moment, an dem alles kippte

Über mehrere Wochen zahlte ich immer wieder Geld ein beziehungsweise ließ vermeintliche Gewinne weiterlaufen.

Bis zu dem Zeitpunkt, an dem ich mir mein Geld auszahlen lassen wollte.

Plötzlich war eine Auszahlung angeblich nicht möglich.Stattdessen sollten zunächst Steuern als Vorschuss in die USA gezahlt werden.Danach kamen weitere Forderungen hinzu — angebliche Vermittlungsprovisionen und zusätzliche Gebühren.

Zu diesem Zeitpunkt war mein ursprünglich eingezahltes Geld allerdings bereits verloren.


Als der Betrug aufflog

Bis der gesamte Schwindel offensichtlich wurde, war bereits zu viel Zeit vergangen.

Besonders schwierig war für mich der Zeitpunkt:Es war nur wenige Wochen vor unserer Hochzeit.

Ich kann heute offen sagen:Diese Zeit hat mich emotional stark belastet.

Gerade wenn man aus dem Bankenbereich kommt, glaubt man oft, Risiken besser einschätzen zu können.Aber die Plattform, die Kommunikation und die technische Umsetzung wirkten damals so professionell, dass der Betrug nur schwer zu erkennen war.

Im Nachhinein sieht man vieles klarer.Währenddessen leider oft nicht.


Hilfe und die wichtigste Erkenntnis

Ich musste den Vorfall damals auch gegenüber meinem Arbeitgeber offenlegen.Dadurch bekam ich Kontakt zu einer Taskforce für Kryptobetrug.

Die Unterstützung war hilfreich, allerdings war der Zeitraum bis zur Reaktion bereits zu lang, um das Geld noch zurückholen zu können.

Heute betrachte ich Investments deutlich anders.

Ich prüfe Angebote, Plattformen und Unternehmen wesentlich kritischer und bevorzuge Anbieter, die ich nachvollziehen und einordnen kann — insbesondere regulierte Unternehmen aus Deutschland oder Europa.

Dadurch sind viele Dinge heute einfacher geworden:

  • Verständnis für Risiken

  • steuerliche Themen

  • Nachvollziehbarkeit von Transaktionen

  • langfristige Planung


Mein Fazit

Der Verlust war schmerzhaft.Finanziell, aber auch persönlich.

Trotzdem hat mich diese Erfahrung verändert.

Heute investiere ich ruhiger, strukturierter und deutlich bewusster als früher.Nicht mehr mit dem Gedanken an schnelle Gewinne, sondern mit Fokus auf langfristigen Vermögensaufbau und finanzielle Sicherheit für meine Familie.

Und vielleicht ist genau das die wichtigste Erkenntnis:Nicht jeder Fehler macht uns schwächer.Manche verändern einfach unseren Blick auf Geld — für immer. 💛

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